Die Wochen der Verlängerungen

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Tim Regan schafft es derzeit das Pantherherz immer höher schlagen zu lassen. Nicht nur, weil die Jungs derzeit einfach großartiges Eishockey spielen, sondern auch weil er in seiner Position des Sportdirektor es schafft mit seiner ruhigen, besonnenen, aber auch etwas spitzbübisch und charmanten Art die Spieler so von seinem Plan für den ERC zu überzeugen, so das er das Konstrukt des „neuen“ ERC immer weiter Formen annimmt. Sein Bayrisch-Amerikanischer Akzent ist zudem immer wieder schön zu anzuhören.

Das er mit Mark French einen absoluten Glückstreffer gelandet hat, der nicht nur zum Verein passt, sondern auch als Chef an der Bande für die Spieler absolut wichtig ist, sah man vor ein paar Monaten mit der verkündeten Vertragsverlängerung von French um gleich 2 Jahre. „Wir wollten eine neue Identität und Struktur aufbauen und ein wichtiger Baustein“ wurde Tim Regan in der Pressemitteilung zitiert.

Auch auf dem Spielersegment landete Regan den ein oder anderen Verlängerungscoup und stets war immer von diesem gewissen Etwas zu hören.

Leon Hüttl, einer der umworbensten U23 Spieler der DEL, verlängerte bis 2026. Diesen Deal kann man bewusst als Ansage an die Konkurrenz mit größerem Geldbeutel sehen, dass eben Geld nicht alles für einen Spieler ist und der Standort Ingolstadt für manche Spieler definitiv sexy ist dort zu bleiben oder hinzugehen. Hüttl wird wie folgt zitiert:

„Der neuen sportlichen Führung und der Mannschaft ist es als Einheit gelungen, eine sehr leistungsfördernde Kultur herzustellen. Wir haben in Ingolstadt alle Voraussetzungen, um auch weiterhin erfolgreiches Eishockey zu spielen“

Leon Hüttl in der PM des ERC

Oder als weiteres Beispiel zu nennen die Verlängerung der Überraschung der Saison, Wojo Stachowiak, der im Sommer schon abgeschrieben wurde und heute als einer der Leistungsträger auf dem Eis kaum wegzudenken ist. – das zeigt schon das die Spieler „BOCK“ auf den ERC haben.

Das gesamte Kollektiv im Team scheint zu passen. Es wird mit Argusaugen im Spielerprofil darauf geachtet, dass es auch menschlich passt.
Wenn man die Interviews mit den Spielern immer hört oder liest, ist der Tenor immer der gleiche. Es passt einfach in der Kabine und außerhalb. Die Chance das sich hier ein „Looker Room Cancer“ wie es in der Eishockey Sprache heißt, einnistet, ist mMn deutlich geringer als vielleicht die Jahre davor.

Als letzte Woche auch Pietta seine Zusage für zwei weitere Jahre im ERC-Trikot gab, kam dieser ja schon gar nicht mehr aus dem Grinsen raus. Das mag bei ihm was heißen. Aber auch hier der Tenor aus der offiziellen Pressemitteilung „Es macht großen Spaß in dieser Mannschaft zu spielen und es wurde eine Struktur aufgebaut, die es ermöglicht, auch in Zukunft erfolgreich Eishockey zu spielen“

Die Verlängerung seiner Arbeitspapiere verkündete Wayne Simpson in dieser Woche beim Fanstammtisch bis 2024 ebenfalls mit dem abschließenden Worten„Es herrschen sehr gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft erfolgreiches Eishockey spielen zu können“.

Und als wir diesen Text vorbereitet haben, trudelte die Vertragsverlängerung von Marko Friedrich rein und auch hier wird man deutlich „Sportlich ist das mit Abstand die beste Mannschaft, für die ich jemals spielen durfte und wir haben Großes vor mit dem ERC. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft meinen Teil zum Erfolg beitragen kann“.

Es wirkt so, dass hier unser Mastermind, Tim Regan derzeit einen verdammt guten Job macht. Sein Konzept, sein klarer Plan, die neue DNA und Identität, die er beim ERC implementiert wirkt sich nicht nur auf dem Eis sondern auch im Umfeld aus.
Das Zusammen wird groß geschrieben beim ERC. Der sportliche Erfolg trägt natürlich dazu bei, dass man auch als Fan derzeit mehr als nur stolz sein kann.

Und wenn das so weiter geht, wer weiß was da noch Großes kommen kann.

MS