Der große Pantherholiker Jahresrückblick 2020



(HLKR/MS)
Hinter uns liegt ein besonders Jahr. Nach dem der Spielbetrieb eingestellt wurde, war es lange Zeit nicht klar ob und wie und wann es überhaupt wieder mit unserem geliebten Eishockey Sport weitergeht. Wir haben uns die letzten 12 Monate noch einmal Revue passieren lassen, lest selbst:

Januar

Foucaults Zauberhände und Krefelder Tristesse und der Don Dankt ab

Ja wo fangen wir an. Das Jahr 2020 war noch warm, frisch und zum ersten Heimspiel des neuen Jahres ging es gegen den aktuellen Nicht Lieblingsgegner Straubing oder wie die Sport1 Redaktion schreiben würde „Straubingen“. Bei der 2:4 Heimniederlage gegen die Niederbayern spielte man zwar gut mit, aber am Ende hatten die Schönbergers wieder einmal die Nase vorn.
An diesem Tage ahnte man noch nicht das die frisch eingeführte Bon Pflicht doch nicht das größte und nervigste Übel des Jahres 2020 werden wird.

Zwei Tage später konnte man bei den „hier könnte ihre Werbung stehen“ IceTigers mit 1:3 gewinnen.

Grizzlys erlegt
Mit 7:1 deklassierte der ERC ein paar Tage später die Wolfsburger Grizzlys in der hiesigen Eis Arena. Böse Zungen behaupten das man die Highlights des Spiels mittlerweile auf Pornhub & Co. findet.

Kein Heimspiel für Düsseldorf!
Was? Hä? Was soll das heißen? Ja richtig. 800 Rheinländer machten sich per Sonderzug gen Schanz auf. In der ausverkauften Saturn Arena taten sich die Panther doch schwerer als erwartet und Galatasaray Düsseldorf führte mit 2:0. Doch was im letzten Drittel passierte lässt sich mit dem Wort „Eskalation“ am besten beschreiben. Binnen 3 ½ Minuten drehte der ERC das Spiel und im Block F stand niemand mehr dort wo er Anfangs stand.

Maury Edwards wird zum DEL Spieler des Monats Dezember gekürt. Zurecht wie wir finden.

Der selbsternannte „Don“ Ville Koistinen löste ein paar Tage später seinen Vertrag beim ERC auf. Man vermutet Flucht vor Pam die scheinbar wieder auf Frischfleisch aus war.
Tags drauf verkündete man Steven Seigo als „Ersatz“. Ja da muss man nichts weiter dazu sagen.

Focault`s Zauberhände sorgten beim Penaltysieg in Berlin ein paar Tage später für die nächsten Big Points. Ja diese Hände würden in manchen Gewerbe extra Kosten verursachen so wie er mit dem Ding umgehen kann.

Doch die Freude über die Auswärtspunkte wurden durch den Ausrutscher daheim gegen Krefeld getrübt. Auch die Revanche in der Seidenstadt, die neben Salzgitter, Iserlohn und Chemnitz die hässlichste Stadt der Republik sein dürfte, ging mit 4:1 für die Hausherren gewaltig in die Hose.

Mit einem DB Regio Sonderzug reisten über 600 Pantherfans nach Nürnberg. Ich kann mich an Zeiten erinnern als sowas Standard war und man keine Sonderfahrten benötigte. Aber ok, wer zahlt schon freiwillig den vollen Preis für 60% Sicht aufs Eis im Gästeblock mit unzähligem Sanktionen der Gästefans? Am Ende ließen die Panther auch hier wieder drei wichtige Punkte liegen. Zudem verlor man mit D’Amigo einen wichtigen Spieler für mehre Wochen. Es sollte das letzte Spiel der damaligen Nr. 9 für den ERCI gewesen sein.

Zum Monatsabschluss gastierten die Iserlohn Roosters in der Saturn Arena. Dort erlöste Mashinter mit seinem Treffer in der Over Time die Panther zum 2:1 Sieg.

Februar

Polen Rakete, der erste Neue und Legenden in der Saturn Arena

Wie sagt man so schön, die Pause kommt zur rechten Zeit wenn man ein Leistungstief hat. So kann man die Situation beim ERC am besten beschreiben. Mit 6:2 ging man zum Monatsbeginn bei den Eisbären Berlin baden.

Die darauffolgende Pause nutze man um kräftig Werbung für das Legendenspiel zu machen, aber nicht nur das. So verlängerte man mit David Elsner einen der Dienstältesten Panther ehe man mit Samuel Soramies den ersten Neuzugang für die Saison 20/21 präsentierte.
Als sofortige Unterstützung für den Saisonendspurt wurde Woiciech Stachowiak am selben Tag verpflichtet.
Doch dann lies Larry am Valentinstag die Herzen der Pantherfans höher schlagen. Vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf verkündete Wayne Simpson seine Verlängerung bei den Panthern. Das Spiel gegen die DEG war spannend wie das Gastspiel der Düsseldorfer im Januar. Edwards lies mit seinem Tor in der Verlängerung die Arena beben.

Ja was will man noch sagen, mit einer Liebe zwischen Straubing und Ingolstadt wird das so schnell nichts mehr. In einem hochklassigen Spiel mit offenem Visier verloren die Panther in der allerletzten Sekunde mit 7:6. Ein richtiger Schlag ins Gesicht, die Panther hätten aufgrund ihres Auftritts mehr verdient gehabt. #Scheissniederbayern

So mussten eben die Kölner Haie bei ihrem Gastspiel an der Donau daran glauben. Dank der Specialteams siegten die Panther mit 2:1.

Auch ein paar Tage später gewann die Shedden Truppe beim Ligen Primus München in der Over Time mit 2:3. Der Abstand zu Platz 6 schmolz.

Tag der Legenden in der Saturn Arena
Vor dem Spiel gegen Schwenningen gab es einen absoluten Leckerbissen für Nostalgiker. Beim Spiel der ERC Legenden gegen das Sternstunden Team mit ebenfalls ehem. Eishockey Ikonen gab es ein wiedersehen mit vielen Ex- und Meister Panthern:

ERC-Legendenteam
Tor: Ian Gordon, Markus Janka
Abwehr: Patrick Köppchen, Jakub Ficenec, Michel Periard, Stephan Retzer, Tim Hambly, Brad Burym, Tim Conboy
Sturm: Tyler Bouck, John Laliberte, Robert Sabolic, Jean-Francois Boucher, Michael Waginger, Björn Barta, Joe Motzko, Sven Zywitza, Markus Welz
Trainer: Ignaz Berndaner, Peppi Heiß

Sternstunden-Team
Tor: Sebastian Elwing, Sven Klockner
Abwehr: Andreas Renz, Michael Bresagk, Martin Ancicka, Danny Pyka, Jan Schinköthe, Bernd Wagner, Jürgen Simon
Sturm: Michael Wolf, Jochen Hecht, Sven Felski, Thomas Martinec, Michael Endraß, Markus Ziesche, Sebastian Kottmair, Markus Pflügl, Martin Schnittger, Thorsten Rau, Daniel Lenz, Florian Zeller
Trainer: Nico Pyka, Marten Pielmeier
Das DEL Spiel gewann man übrigens mit 4:3 gegen die Wildwings.

Beim letzten Derby der Hauptrunde war der AEV zu Gast. Die Ingolstädter Panther gewannen zum vierten mal in der Saison gegen die Augsburger (3:2 n. P). Das tut der Blau Weißen Fan Seele einfach gut wenn die ganzen Sternheimers, Tölzer und Hafenrichter wiederholt mit gesenktem Haupt das Eis verlassen mussten.

März

Und plötzlich war alles vorbei.

Bevor wir soweit sind, legen wir unseren Hauptfokus noch einmal auf den Sport. Beim Meister Mannheim trotzten die Ingolstädter einen Punkt bei der 4:3 Niederlage nach Penaltyschiessen ab. Doch da auch Konkurrent Bremerhaven nicht schwächelte gab es nun den Showdown an der Nordseeküste.

Gegen die die Nordseetruppe unterlag man jedoch mit 4:2 und hatte nur noch rein rechnerisch die Chance auf Platz sechs. Doch dazu musste man am letzten Hauptrundenspiel in der Saturn Arena gegen Wolfsburg gewinnen und Bremerhaven musste Punkte lassen und der Mond musste zur gleichen Zeit im achten Quadranten zwischen Jupiter und Mars stehen damit es noch mit Platz sechs klappen sollte.

Doch ob das Spiel überhaupt stattfand war lange Zeit nicht klar. Nein nicht wie damals in der Meistersaison als in der ERC Kabine die Mannschaft nicht mehr von der Schüssel runter kam, nein die Covid19 Welle schwappte übers Land und so wurde das Spiel nach langen Diskussionen trotzdem durchgeführt.

So kam es zu Spielbeginn gegen die Niedersachsen gleich zum Debüt von Nachwuchs Keeper Jonas Stettmer der eigentlich nur aufgrund der Verletzung von Jochen Reimer im LineUp stand. Pielmeier wurde in der ersten Minuten durch einen Zusammenprall verletzt und musste das Eis vorerst verlassen. So kam es das Stettmer der erste Spieler ist, der aus dem eigenen Nachwuchs sein DEL Debüt feierte.

Doch das war nicht alles gegen Wolfsburg erledigten die Panther ihre Pflicht und Wayne Simpson krönte sich mit seinen 4 Punkten zum DEL Topscorer. Doch da auch Bremerhaven seine Hausaufgaben machte, landete man in de Tabelle auf Platz 7. Dies bedeutete ein Duell der Panther gegen die anderen Panther aus Augsburg in den PrePlayOffs. Das gab es bis dato noch nie.

Dann überschlugen sich die gesellschaftlichen Ereignisse. Aufgrund der Pandemiegefahr verbot die bayerische Staatsregierung alle Großveranstaltungen über 1000 Personen. Noch am selben Abend des 10.03.2020 beendete die Deutsche Eishockey Liga die Saison 19/20 ohne einen Meister zu küren.
Nachbetrachtet war das die einzige richtige Entscheidung zu dieser Zeit.

Da es keine Playoffs geben würde war die Saison somit per sofort beendet. Vor allem die Kontingentspieler versuchten so schnell wie möglich in ihre Heimat zu kommen da auch ein- und Ausreiseverbot im Raum stand. Der Lockdown wurde verhängt und das öffentliche Leben wurde komplett runtergefahren.

Der ERC verabschiedete zudem sechs Spieler die kein Vertragsangebot erhalten haben/würden (Friesen, Bailey, Taticek, Olver und Findlay) oder sich schon woanders eine neue Herausforderung gesucht haben (Edwards in Köln).
Letzterer wurde von der DEL noch zum Verteidiger des Jahres gekürt.

Mit Publikumsliebling Hans Detsch verlängerten die Panther aus Sicht des Pantherholikers natürlich zurecht. Den This is Detschland!

Justin Feser wurde als Neuzugang Nummer zwei für die neue Saison verkündet.
Auch mit Woiciech Stachowiak war man durchaus zufrieden und verlängerte den polnischen Rakete mit deutschem Pass.

Auch wenn uns unser geliebtes Eishockey genommen wurde, muss der Fokus klar auf die Gesundheit und Sicherheit aller Spieler, Fans usw. Liegen eine Absage war unausweichlich.

April

5 Sterne und zwei Mal Servus Claus

Nach den ersten Tagen des Lockdown´s machte sich ein wenig die Tristesse des Alltags bei vielen Bemerkbar. Normalerweise stand man im Block, feuerte das Team im Playoff Kampf an, nein stattdessen mussten sich viele überlegen mit welcher Serie sie auf Netflix und Co. Als nächstes Beginnen.

Beim ERC lief es eigentlich ab wie immer nach Saisonstart. Die Game Worn Trikots wurden versteigert, der die Nachwuchsabteilung wurde erneut mit der Fünf Sterne Wertung des deutschen Eishockey Bundes prämiert.

Dann verpflichtete man einen Jungen Namens Enrico Henriquez-Morales verpflichtet. Stadionsprecher Hannes Langer hatte nun immens viel Zeit das „rollende R“ für den Namen zu üben.

Doch hinter den Kulissen brodelte es gewaltig. So überwarf sich Claus Gröbner mit der Vereinsführung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Neuausrichtung des Vereins. Sein Nachfolger Claus Liedy, ehem. Geschäftsführer die Media Saturn Tochter Imtron, ein Neuling im Sport aber ausgewiesener Fachmann beerbte Gröbner und hatte in den anstehenden Monaten und unklaren Zukunftsperspektiven eine wahre Mammut Aufgabe für die er nicht wirklich zu beneiden war.


Mai

Simpson Panther des Jahres

Für ERC Verhältnisse war es relativ ruhig. Die Eishockey WM in der Schweiz wurde wegen Corona ebenfalls abgesagt und im Hintergrund rechnete man sich unzählige Varianten für eine etwaige anstehende Saison durch.

Wayne Simpson wurde von den ERC Fans als Panther des Jahres gekürt.

Der ERC reichte seine Lizenzunterlage fristgerecht ein. In den Medien hörte man bereits das für die Zulassung eine Corona Klausel eingebaut werden musste, in dem die Spieler erst einmal auf 25% Ihres Gehalts verzichten müssen, welches erst bei einem positiven Ergebnis im Jahres Umsatz ausgeschüttet werden würde. Liegt der Liga so eine Zustimmung nicht vor, droht ein Lizenzverlust.


Juni

Panther Team des Jahrzehnts komplett

Während der Sommerpause machte der ERC zur Überbrückung eine Umfrage unter den Fans und suchte das Pantherteam des Jahrzehnts.

Das Team des letzten Jahrzehnts:
Tor: Ian Gordon, Timo Pielmeier
Abwehr: Patrick Köppchen, Jakub Ficenec, Tim Conboy, Michel Periard, Fabio Wagner, Maury Edwards
Sturm: John Laliberte, Wayne Simpson, Thomas Greilinger, Petr Taticek, Jared Ross, Joe Motzko, Tyler Bouck, Patrick Hager, Christoph Gawlik, J.F. Boucher. Tim Wohlgemuth, Mike Collins, Glen Goodall

Juli

Penny wird Ligen Sponsor, Edeka steigt aus und Pielmeier wird suspendiert

Die DEL meldete die Kooperation mit dem zum REWE Konzern zugehörigen Supermarkt Kette Penny.

Das bedeutete Zeitgleich für den ERC, dass der Premium Partner Edeka ausstieg da dem neuen Ligen Sponsor ein umfangreiches Rechtepaket zugestand.
Ein schwerer Schlag für den ERC der somit nur noch Audi und MediaMarktSaturn als seine einzigen Hauptsponsoren hatte.

Doch nach dem Ausstieg von EDEKA platzte die Bombe.
Der ERC Ingolstadt suspendierte Timo Pielmeier, der einer Gehaltskürzung nicht zustimmen wollte.
Ich möchte an dieser Stelle jetzt weder die Aktion von Timo Pielmeier Gutheißen, der natürlich auf sein Recht (und das steht im ganz klar zu) bestand, noch möchte ich der Pressemittelung vom ERC schönreden dir alles andere als Wohlwollend für den Spieler Pielmeier war. Ich verstehe beide Seiten, der eine hat ein Recht auf Einhaltung seiner ihm Vertraglich zugesicherten Gratifikation, der andere musste natürlich sein Gesicht wahren. In der Causa Pielmeier gab es definitiv keinen Sieger. Eher muss man sich die Frage stellen, ob die DEL mit ihrer 25% Verzichtsforderung die als Grundlage der Lizenz schon fast als Bestechung galt.
Auf jeden Fall bekam der ERC die Lizenz ein paar Tage später erteilt.

Ende Juli besiegelte man mit den Star Bulls Rosenheim einen neuen Kooperationsvertrag und Jonas Stettmer erhielt seinen ersten Profi Vertrag.

August

Berliner Kreativität Part 1 , Foucaults Abgang und Storm über Ingolstadt

Normalerweise trudeln Anfang August die Spieler aus Ihrer Heimat gen Ingolstadt wieder ein. Doch das dieses Jahr anders ist, als sonst, dürfte mittlerweile jedem klar sein.
So Beschloss die Gesellschafterversammlung der DEL einen geplanten Saisonstart für den 13. November 2020.

Während ERC Verantwortlichen eifrig weiter am Hygiene Konzept arbeiteten machte der Berliner Fanshop Anbieter Sportkultur zum ersten mal mit einer absoluten Kreativen Idee der Marke Copy Paste für seine Kunden auf Sich aufmerksam.


Dann erreichte das Pantherlager die Meldung das Kris Foucault das Angebot des ERC Ausschlug und stattdessen bei den Krefeld Pinguine anheuerte. Ja Richtig, das Krefeld welches sonst für das obligatorische Sommertheater verantwortlich ist, hatte nun einen neuen Investor und warf das Geld gefühlt aus dem Fenster. Dort war setzte man u.a. Kapitän Daniel Pietta vor die Tür der noch einen Vertrag bis 2025 inne hatte (später dazu mehr 😉 ).

Wo sonst tausende Menschen auf dem Barthelmarkt in Oberstimm feierten, war heuer gähnende leere. Ein Storm zog Richtung Ingolstadt. Nein, dieses mal war kein Unwetter war der Grund dafür, eher die Corona Lage und das Verbot von Großveranstaltungen. Nein der Däne Freddy Storm war Neuzugang Nummer drei für die Panther.

September

Der Joker bleibt, Neuzugänge Nummer 4 und 5, Shedden übernimmt erneut das Zepter

Nachdem Jochen Reimer vorerst kein neues Vertragsangebot annahm und der ERC aufgrund der Causa Pielmeier ohne Torhüter da stand konnte man nun doch Jochen Reimer von einem weitern verbleib an der Donau überzeugen.

Wenige Tage später vermeldeten die Schanzer die Neuverpflichtung von Michael Garteig aus Finnland und Mat Kichton Wien. Der Chef Doug Shedden konnte ebenfalls für ein weiteres Jahr als Chefcoach der Panther verlängert werden.

Nach dem einem gewissen Larry Mitchell ja Untätigkeit in den letzten Monaten durch mehrere Fans in den sozialen Medien vorgeworfen wurde, voran solche mit Igelfrisur muss man folgendes feststellen.
Eine Kaderplanung unter Bedingungen wo es noch nicht mal klar war ob und wie es für den Verein weitergehen kann, war schier unmöglich.
Harakiri Aktionen wollen alle DEL Vereine vermeiden. Klar ist aber auch das die Entscheidungen klar an den politischen und wirtschaftlichen Bedingungen hängen. Bläht man den Kader schon vorher voll, um bei einer etwaigen Saisonabsage mehr Angestellte in die Kurzarbeit schicken zu müssen oder gar aus finanziellen Gründen komplett von der Gehaltsliste zu nehmen. Larry Mitchell hat sich daher so entschieden die Situation erstmal abzuwarten.

Der Pantherholiker ging mit seiner Homepage www.pantherholiker.de online. Dort beschäftigte er sich im September u.a. wieder mit der Kreativabteilung des Berliner Fanshop Anbieters.

Oktober
DEL kann vorerst nicht starten, keine Teilnahme am Magenta Sport Cup

Der geplante Saisonstart am 13 November konnte von den Ligenverantwortlichen aufgrund der fehlenden Planungssicherheit nicht eingehalten werden.

Der ERC gab in einem Statement entsprechende Begründung ab. Aufgrund ausfallender Sponsoren Gelder, fehlenden Ticket- und Gastroeinnahmen und unklaren Zusagen ob es mit dem staatlichen Konjunkturpaket von 800T € auch wirklich klappt, sind Grund genug keine Existenzbedrohenden Entscheidungen zu treffen.


Aber zurück zum Sportlichen. Acht Teams der DEL entschieden sich dazu, beim neu erschaffenen Vorbereitungsturnier dem Magenta Sport Cup zu starten. Der ERCI und alle weiteren Bayerischen Clubs außer München entschieden sich dazu, nicht an den Start gehen. Grund bei vielen Clubs war der nicht konkurrenzfähige Kader den man aufbieten konnte.

Auch das Thema Auf- und Abstieg den es eigentlich diese Saison gegeben hätte wurde (vorerst) auf die Saison 21/22 verschoben und die Regelung angepasst. Der Meister der 2. Liga 20/21 könnte aufsteigen, die DEL mit 15. Teams starten sofern es keinen wirtschaftlichen Absteiger gibt. Diese Übergangsaison 21/22 würde dann auch zwei Absteiger in die DEL 2 mit sich bringen.

Für die Panther Fabio Wagner, Tim Wohlgemuth und Samuel Soramies gab es jedoch Grund zur Freude. Sie bekamen die Einladung von DEB Coach Toni Söderholm für den Deutschland Cup aufzulaufen.

November
DEL Start im Dezember, Karriereende von Reimer & Sullivan, Pokerface Mitchell liefert ab und Königstransfer aus Krefeld


Der November war für alle ERC Fans ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst hagelte es von Hiobsbotschaften. Reimer & Sullivan verkündeten aufgrund der angespannten Pandemielage ihr Karriereende und lösten ihre Arbeitspapiere auf. Auch Neuzugang Kichton entschied sich aufgrund dieser vorerst nicht mehr nach Europa zurückzukehren.

Doch dann kam die Info aus dem Ligen Büro, dass die DEL im Dezember startet. Zuvor gaben die Clubs ihre Zusagen für die Saison. Jedoch war schnell klar das es vorerst eine Geistersaison ohne Zuschauer sein wird.

Endlich wieder Eishockey. Und Pokerface Mitchell wurde für seine zurückhaltende Transferpolitik belohnt.

Gefühlt meldete der ERC jeden Tag einen Neuzugang nach dem anderen. Mit Matt Bodie (kam aus der SHL) fing es an. Nico Daws, U20 Weltmeister mit Kanada 2020, geboren in München mit deutschem Pass komplettiert das Goalie Trio Garteig und Stettmer. Letzterer wird jedoch beim neuen Kooperationspartner Spielpraxis bekommen.

Verteidiger Ben Marshall (KHL) war Transfer Nummer drei nach der DEL Zusage. Von den Eisbären Berlin verpflichte man den Sturmtank Louis-Marc Aubry.

Den Königstransfer konnte man jedoch aus der eigenen Liga vermelden. Mit Daniel Pietta kam eine deutsche Granate aus Krefeld. Der Nationalspieler wurde trotz gültigen Arbeitsvertrag durch die neue eingesetzte Führung in Krefeld im Sommer vor die Tür gesetzt. Nur durch das buhlen von Larry war es möglich ihn an die Donau zu lotsen.

Ein paar Tage später kommt Unterstützung von weit oben. Petrus Palmu, Rookie des Jahres 2018 in der finnischen Liiga, Eigentum der Vancouver Canucks, ein Spielertyp wie Tyler Kelleher nur auf Steroiden, wie in Shedden beschreiben wird.

Doch die Kaderplanung war noch lange nicht abgeschlossen. Mit Morgan Ellis wechselt ebenfalls ein weiterer Top Verteidiger an die Donau. Ellis ist in der DEL kein unbekannter. In der Saison 18/19 war Ellis Top Verteidiger der Kölner Haie.


Ende November kam auch der Spielplan raus.
Der ERC spielt in der Gruppe Süd mit Schwenningen, Augsburg, München, Mannheim, Nürnberg und Straubing.
Die Staffel Nord besteht aus Bremerhaven, Krefeld, Köln, Düsseldorf, Berlin, Iserlohn und Wolfsburg.
Jede Staffel spielt zuerst eine interne Doppelrunde die bis März geht. Anschließend ist eine Einfachrunde gegen jedes Team aus der anderen Gruppe geplant, so dass es min. 38 Spiele geben sollte. Die ersten 4 Teams aus den Gruppen erreichen die PlayOffs die im Best of 5 Modus durchgezogen werden sollen.


Dezember
Bayerische Vorbereitung, Affengeste und zwei Derby Siege zu Saisonbeginn.


Gemeinsame Sache in der Vorbereitung mit Nürnberg, Augsburg und Straubing. Der ERC vereinbarte jeweils zwei Back 2 Back Spiele gegen Straubing und Augsburg um sich auf die kommende Saison vorzubereiten.

Mit Emil Quaas aus München und Brandon DeFazio aus der tschechischen Extra League schloss der ERC seine Kaderplanung vorerst ab.

Durch die Namenhaften Neuzugänge auf den Kontigentpositionen war klar das die Spieler Olson, Collins, Seigo und D`Amigo keine Zukunft beim ERC haben werden und so verabschiedete man sich von dem ein oder anderen Publikumsliebling.


Doch nun geht’s wieder auf dem Eis weiter. Das Erste Match der Pre Season stand auf dem Programm und der ERC begrüßte die Straubinger in der heimischen Halle. Trotz einer 2 zu 0 Führung der Panther kamen die Straubinger schnell zurück. Nach erneuter Führung glichen die Niederbayern erneut aus und siegten am Ende mit 3:4 nach Penaltyschießen.


Zwei Tage später dann das Rückspiel am Pulverturm. Die Panther verloren die Partie mit 3:1. Jedoch lies sich Daniel Pietta mit einer „Affengeste“ Richtung Straubinger Bank hinreisen, da sich deren Spieler Acolatse wie ein solcher aufführte.
Das wäre halb so schlimm gewesen, wäre da nicht der Unterschied das Acolatse Dunkelhäutig ist und Pietta die Rassismus Keule voll abbekam. Auch wenn die Aktion nicht rassistisch gemeint war, muss man diese Aktion durchaus als Dumm bezeichnen. Der Spieler entschuldige sich selbstredend. Was dann Medial diskutiert wurde und auch von uns in Bezug auf einen Kommentar einer Mitarbeiterin des Donaukuriers reagiert wurde ist bekannt. Nichts desto trotz wurde Pietta für 9 Spiele plus Geldstrafe gesperrt. Erst im neuen Jahr wird er sein Debüt geben.


Eine Woche später ging es sportlich weiter. Mit einem Gastspiel im Augsburger Curt Frenzel Stadion stand das dritte Spiel der Vorbereitung auf dem Plan. Die Ingolstädter agierten zwar bemüht, aber das Scheibenglück blieb zuhause. Auch ein bärenstarker Garteig konnte die 1:0 Niederlage nicht verhindern.

Im letzten Spiel der Vorbereitung stand das Rückspiel in der Saturn Arena auf dem Plan. Die Panther von der Donau konnten mit einem 5:2 Sieg den einzigen Erfolg der Pre Season feiern.
Endlich wieder Eishockey, endlich wieder ERC! Der Slogan zur neuen Saison könnte nicht besser sein.

Am ersten Spieltag der Saison gastierten in der Gruppe Süd die Runderneuerten Schwenninger Wildwings in der Saturn Arena. Die Gäste können sich bei ihrem Goalie Eriksson bedanken der schier unüberwindbar war. Die Gäste gewannen das erste mal seit 18 Jahren wieder ein Spiel in Ingolstadt. Damals noch in deren Kader ein gewisser Mike Bullard, Wayne Hynes usw. Nostalgiker erinnern sich. Beim ERC spielten damals Typen wir Ruff, Jomphe, J. Young und Kent Fearns.

Das erste Auswärtsspiel der Corona Saison stand in Nürnberg auf dem Plan. Bockstarke Panther spielten souverän bei den IceTigers und gewannen völlig verdient mit 1:4. Wohlgemuth mit drei Punkten, vor allem seinen Sprung auf das nächste Level, ist deutlich erkennbar.

Im letzten Spiel 2020 gastierten erneut die Augsburger Panther in Ingolstadt. Nach einem starken ersten Drittel und einer 3:0 Führung schalteten die Ingolstädter ein paar Gänge (zu viel) runter und Augsburg kam besser ins Spiel. Der Anschlusstreffer der Augsburger wurde durch Neuzugang Soramies egalisiert. Zuvor erzielte Stachowiak seinen ersten DEL Treffer. Am Ende lautete das Endresultat 5:1 für die Schanzer.

Nach den Weihnachtsfeiertagen präsentierte der ERC mit Ryan Kuffner einen weiteren Neuzugang für die Offensive der für die Belastungssteuerung durchaus wichtig sein könnte.

Kommmentar vom Holiker:

Fazit zur neuen Saison. Dieser Kader ist auf dem Papier einer der stärksten der jemals für den ERC zusammengestellt wurde.

Fakt ist aber auch das dies nur durch das zögern von Mitchell möglich war, aber das es so einen qualitativ hochkarätigen Kader so schnell und zu diesem Preis wir in der Pandemie Saison nicht nochmal geben wird. Wir können nur hoffen das wir diese Truppe mal wieder Live im Stadion zu sehen bekommen. Bock auf mehr macht er auf jeden Fall.

Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter des ERC für die geleistete Arbeit in den letzten Monaten trotz Kurzarbeit und Co. Allen Fans die auf ihre Rückerstattung der Dauerkarte verzichtet haben und diese auf die neue Saison übertragen haben.

Wenn wir uns alle an die aktuellen Regeln halten, so schwachsinnig und nicht Nachvollziehbar sie für den ein oder anderen auch sein mögen, bin ich zuversichtlich das eine Rückkehr der Fans wieder möglich ist.